Kinimode: Ein Schwyzerörgeli zwischen Ländler und Funk
Tastentage - Musik ganz nah! Mit Brunch
Kinimode klingt zunächst wie ein erfundenes Wort. Die Erklärung ist einfacher: Liest man Dominik rückwärts, entsteht «Kinimod». Das zusätzliche E macht daraus den Namen der Band und zugleich so etwas wie den eigenen musikalischen Modus von Dominik Flückiger. Das passt. Denn auch seine Musik beginnt bei ihm selbst und nimmt von dort aus immer neue Richtungen.
Im Mittelpunkt steht das Schwyzerörgeli. Bei Kinimode übernimmt es allerdings nicht die Rolle, die man ihm vorschnell zuweisen möchte. Es spielt eine ruhige, fast gesungene Melodie, greift im nächsten Moment einen kantigen Rhythmus auf oder verbindet sich mit Klavier, Bass und Schlagzeug zu einem dichten Groove. Ein kurzer Ländleranklang kann genügen, um die Herkunft hörbar zu machen. Danach bewegt sich die Musik längst wieder weiter, in Richtung Jazz, Pop oder Funk.
Dominik Flückiger wurde 1996 in Schwyz geboren und wuchs in einer Musikerfamilie auf. Traditionelle und neue Schweizer Volksmusik gehörten zu seinem Alltag. Mit acht Jahren begann er Schwyzerörgeli zu spielen, noch vor seinem zehnten Geburtstag schrieb er erste eigene Stücke. Gleichzeitig interessierte er sich für Pop, Rock, Jazz sowie Film- und Computerspielmusik. Schon früh ging es ihm daher weniger darum, eine bestehende Form möglichst genau nachzuspielen. Ihn reizte die Frage, was sich daraus entwickeln lässt.
2012 gründete Flückiger die Formation Rändöm, die vor allem seine Kompositionen spielte. Drei Jahre später gewann die Gruppe mit seinem Stück «Träneli» den Schweizerischen Folklore-Nachwuchswettbewerb. An der Hochschule Luzern studierte er zunächst im Profil Klassik mit Hauptfach Schwyzerörgeli und vertiefte sich später in Komposition. 2022 schloss er seinen Master in Musikpädagogik mit Schwerpunkt Komposition ab. Neben Stücken für Volksmusikformationen entstanden Werke für Kammerensemble, Barockorchester und sinfonisches Orchester.
In Kinimode laufen diese Erfahrungen zusammen. Die Band spielt Flückigers eigene Kompositionen und Arrangements. Manche Stücke beginnen zurückhaltend und melodisch, andere setzen sofort auf Bewegung. Entscheidend ist der gemeinsame Klang. Lukas Gernet am Klavier, Pirmin Huber am Bass und Christian Zünd am Schlagzeug begleiten das Schwyzerörgeli nicht einfach. Sie greifen Motive auf, verschieben Rhythmen und geben der Musik immer wieder eine neue Richtung. So bleibt auch in ausgearbeiteten Passagen Platz für spontane Reaktionen.
Kinimode zeigt, wie selbstverständlich Schweizer Volksmusik heute klingen kann, wenn niemand ihre Grenzen bewachen will. Die Herkunft bleibt hörbar, doch sie wird nicht ausgestellt. Am Ostersonntag bringt die Band diesen offenen, rhythmischen und zugleich melodischen Klang zu den Tastentagen nach Klosters.
Dominik Flückiger: Örgeli, Bandleader, Komposition
Pirmin Huber: Bass
Rafael Jerjen: Bass
Christian Zünd: Drums
Lukas Gernet: Keys
Dave Hasler: Guitar
Mario Alonso: Saxophone
Preise
Ohne Ermässigung:
CHF 85.- Sitzplatz unnummeriert
Gästekarte (Klosters, Davos):
CHF 83.- Sitzplatz unnummeriert
Gästekarte (Klosters, Davos):
CHF 80.- Sitzplatz unnummeriert
Kind (bis 18 J.):
CHF 65.- Sitzplatz unnummeriert
Veranstalter
TASTENTAGE / Kulturgesellschaft Klosters
Landstrasse 173
7250 Klosters
Schweiz
Veranstaltungsort
Kulturhuus Klosters
Landstrasse 173
7250 Klosters
Schweiz