Emma Rawicz - Gwilym Simcock: Zwei Generationen, eine Musik
Tastentage - Musik ganz nah!
Emma Rawicz und Gwilym Simcock gehören verschiedenen Generationen an. Mehr als zwanzig Jahre liegen zwischen ihnen. Trotzdem führen ihre musikalischen Wege über erstaunlich viele gemeinsame Stationen: dieselben Musikschulen, zum Teil dieselben Lehrer und viele der Musiker, an denen sie sich orientieren.
2023 standen sie bei einem Konzert an der Royal Academy of Music zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne. Dabei blieb es nicht. Aus diesem Auftritt entstand ein Duo, später das Album «Big Visit». Vier der sechs Stücke schrieben Rawicz und Simcock eigens füreinander. Rawicz komponierte also nicht für irgendeinen Pianisten, Simcock nicht für irgendeine Saxofonistin. Beide wussten beim Schreiben genau, wer das Stück später spielen würde.
Rawicz kam erst mit fünfzehn zum Jazz und kurz darauf zum Tenorsaxofon. Vier Jahre später veröffentlichte sie mit «Incantation» bereits ein Album mit eigenen Kompositionen. Inzwischen spielt sie Tenor- und Sopransaxofon, leitet eine eigene Big Band und tritt in ganz Europa auf. 2026 wurde sie bei den Jazz FM Awards zum «UK Jazz Act of the Year» gewählt. Sie mag kräftige Rhythmen und weit gespannte Melodien. Auch bei hohem Tempo bleibt eine Linie erkennbar.
Simcocks Weg begann in der Klassik. Er studierte Klavier, Horn und Komposition, bevor der Jazz immer wichtiger wurde. Als erster Jazzmusiker wurde er in das Förderprogramm BBC New Generation Artists aufgenommen. Sein Soloalbum «Good Days at Schloss Elmau» erhielt 2011 eine Nominierung für den Mercury Prize. Fünf Jahre lang gehörte er ausserdem zur Band von Pat Metheny.
Zu den gemeinsamen Bezugspunkten von Rawicz und Simcock zählen Keith Jarrett, Jan Garbarek und Ralph Towner. Hinzu kommt die britische Jazztradition um John Taylor, Kenny Wheeler und Norma Winstone. Diese Namen stehen für eine Musik, in der Jazz und klassische Einflüsse schon lange nebeneinander bestehen.
Auf «Big Visit» treffen die vier eigenen Stücke auf zwei bekannte Titel: Stevie Wonders «Visions» und die Ballade «You’ve Changed». So zeigt das Album nicht nur, was Rawicz und Simcock selbst schreiben, sondern auch, wie sie mit Melodien umgehen, die viele bereits kennen.
Der Titel «Big Visit» klingt nach einem Besuch auf Zeit. Für die Zusammenarbeit von Emma Rawicz und Gwilym Simcock passt das inzwischen nicht mehr.
Emma Rawicz, Tenor- und Sopransaxofon
Gwilym Simcock, Klavier
Preise
Ohne Ermässigung:
CHF 55.- Sitzplatz unnummeriert
Gästekarte (Klosters, Davos):
CHF 53.- Sitzplatz unnummeriert
Mitglied (KgK/KPD):
CHF 50.- Sitzplatz unnummeriert
Kind (bis 18 J.):
CHF 35.- Sitzplatz unnummeriert
Veranstalter
TASTENTAGE / Kulturgesellschaft Klosters
Landstrasse 173
7250 Klosters
Schweiz
Veranstaltungsort
Kulturhuus Klosters
Landstrasse 173
7250 Klosters
Schweiz