Alessandro d’Episcopo-Trio: Neapolitanische Songs treffen auf Jazzstandards

Tastentage - Musik ganz nah!

Musik | Jazz
Kulturhuus Klosters, Foyer

Alessandro d’Episcopo kommt aus Neapel. Und diese Herkunft hört man seiner Musik bis heute an. Neben Jazzstandards und eigenen Stücken spielt er immer wieder alte neapolitanische Lieder. Auf «Meraviglioso» findet sich zum Beispiel das «Canto delle Lavandaie del Vomero», auf «Solare» «Fenesta che lucive e mo' non luce». Beides sind Lieder, die lange vor dem Jazz entstanden sind.

D’Episcopo begann zunächst mit klassischem Klavier. Schon als Jugendlicher interessierte er sich immer stärker für Jazz. Ende der Siebzigerjahre ging er nach Mailand, später zog er in die Schweiz. Über viele Jahre nahm er Unterricht bei Charlie Banacos in Boston, einem bekannten Lehrer für Jazz und Improvisation.

Keith Jarrett und Chick Corea gehörten zu den Pianisten, mit denen er sich intensiv beschäftigte. Trotzdem blieb Neapel in seiner Musik präsent. Die alten Lieder behandelt er nicht ehrfürchtig. Er verändert Harmonien, verschiebt Rhythmen und bringt sie in eine Sprache, die klar zum Jazz gehört. Die Melodie bleibt dabei meist gut erkennbar.

Mehr lesen

Sein eigenes Trio leitet d’Episcopo seit mehr als zwanzig Jahren. Schlagzeuger Elmar Frey ist seit den frühen Jahren dabei. Gemeinsam entstanden mehrere Alben, darunter «Stella Cadente», «Meraviglioso» und «Solare». In Klosters spielt Luca Sisera Kontrabass. Auch er arbeitet seit vielen Jahren als Komponist und Bandleader.

Gerade die Mischung macht d’Episcopos Repertoire interessant. Ein Standard kann neben einem neapolitanischen Lied stehen, danach folgt eine eigene Komposition. Für ihn gehört das zusammen.

Ein Stück auf «Meraviglioso» heisst «Spaccanapoli». So nennt man die lange Strasse, die sich mitten durch die Altstadt von Neapel zieht. Der Titel passt gut zu einem Musiker, der seit Jahrzehnten unterwegs ist und seine Herkunft trotzdem nie ganz hinter sich gelassen hat.

Alessandro d’Episcopo, Klavier
Luca Sisera, Kontrabass
Elmar Frey, Schlagzeug 

Preise

Freier Eintritt, Kollekte

Veranstalter

TASTENTAGE / Kulturgesellschaft Klosters

Landstrasse 173
7250 Klosters
Schweiz

Veranstaltungsort

Kulturhuus Klosters, Foyer

Landstrasse 173
7250 Klosters
Schweiz